Zu unserem Lager / Die Darstellung von Hora Libertatis
Wir sind ein Verbund von Mannen und Frauen, die sich der Darstellung mittelalterlichen Lebens und Brauchtums von 1300-1450 verschrieben haben. Hora Libertatis, zu Deutsch "Stunde der Freiheit" versucht somit, so Detailgetreu wie möglich die "Grafschaft" Battenberg darzustellen, zu dem auch ein Aufgebot des Deutschen Ordens gehört.
Kurz um:"Stadtaufgebot Battenberg, 1300-1450."
... Und so versuchen wir diese Zeit wieder zum Leben zu erwecken und für alle anschaulich zu machen. Von den verschiedenen darstellenden Mitgliedern des Deutschen Ordens, bis hin zu bürgerlichen Adligen, Junkern, Waffenknechten, wohlhabenden und einfachen Bürgern, Handwerker und Bauersleut kann man bei uns fast alles sehen und erleben.
-->hier eine Skizze für den Lagerplatzbedarf<-- <--Alle Angaben in Millimeter! 30000 entspricht 30Metern.
Unser Handwerk entwickeln wir auch ständig weiter und versuchen uns so detailgetreu wie möglich in die von uns dargestellte Zeit zu versetzen.
Das Stadtaufgebot / Zu unserer Ordensdarstellung / Einen kleinen Teil unserer Ausrüstungsgegenstände können Sie "Hier" sehen.
"Ein kleiner, kurzer Ausflug in die Geschichte:
Eine Nebenlinie des Geschlechts der Grafen von Wittgenstein teilte ihr Land unter sich auf und ein Teil nannte sich ab 1214 "Grafen von Battenberg". 1232 wurde Battenberg, auch Bergstadt im Walde genannt erwähnt.
Dodenau wurde erstmals 1184 urkundlich erwähnt und gehört wie Allendorf(Eder) und weitere Orte, wie Laisa, Berghofen und Fronhausen zur Grafschaft Battenberg.
Die männliche Linie starb mit Werner IV im 14. Jahrhundert aus. Ein Battenberger Graf namens Werner wird im 13.Jhdt. auch als Herrenmeister des Deutschen Ordens erwähnt.
1238 gingen Stadt und Grafschaft Battenberg halb, 1296 schließlich ganz in das Eigentum der Mainzer Erzbischöfe über.
Als Ludwig von Meißen genau wie Adolf I. von Nassau als Erzbischöfe von Mainz ernannt wurden kam es zu jahrelangen Auseinandersetzungen. Landgraf Heinrich II. und später Hermann II. stellten sich hinter Ludwig von Meißen.
Dies war eine unruhige Zeit in der es viele Auseinandersetzungen gab, in denen verschiedene Schutz-&Trutzbündnisse geschlossen wurden.
Handel und Austausch fand sowohl zu den Mainzern als auch zu den Hessichen statt. Aus Dokumenten geht außerdem hervor, dass Battenberger auch mit den Landgrafen ins Feld gegen Mainz und Hatzfeld gezogen sind. Wie und ob der Deutsche Orden bei solchen Scharmützeln zugegen war, wissen wir nicht. Obwohl sie sich später wieder mit Mainz versöhnt haben, bestand trotzdem eine stärkere Bindung zu den Hessischen Landgrafen. (Soweit uns bekannt, existieren leider keine Aufzeichnungen darüber).
Die Brüder des Deutschen Ordens von der Kommende Marburg waren den Battenbergern und hessischen Landgrafen wohl gesonnen, letzlich wurden sie auch von diesen unterstützt. Und nicht zuletzt stammte die Heilige Elisabeth aus diesem Kreis, die auch fast zur Schutzpatronin des Ordens geworden wäre.
Der Mainzer Erzbischoff zog die Johanniter auf seine Seite und wetterte so auch gegen die Hessen und den Deutschen Orden.
1379 wurde nach dem Tode das Papstes Gregor XI, Adolf I.von Nassau vom Gegenpapst Clemens VII als Erzbischof von Mainz bestellt und Ludwig wurde als Ausgleich Erzbischof von Magdeburg...
Zu dieser Zeit wird für unsere Darstellung auch ein besoldete Einheit ins Leben gerufen (die nicht geschichtlich nachweisbar ist), die einzig und allein für den Schutz der Bevölkerung zuständig war. Diese Einheit wurde mit dem Namen Battenberger Legion gegründet und bildet die Eliteeinheit im Aufgebot. Sie versuchte lange Zeit die Grafschaft vor Übergriffen zu schützen und den Schutz aller Bewohner zu gewährleisten, allerdings konnte auch diese Einheit nicht die Bildung von Wüstungen verhindern...
In dieser unruhigen Zeit siedelten viele Menschen um und Orte zerfielen zu Wüstungen (Wie Dodenau um 1400). Die engen Bindungen zum Deutschen Orden und den Hessischen Landgrafen blieb allerdings bestehen.
1464 nach der Mainzer Stiftsfehde kam das Land als Pfandschaft zur Landgrafschaft Hessen, ehe es nach dem Merlauer Vertrag um 1583 vollständig an Hessen-Marburg abgetreten wurde."

